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Sagen: Mord an der alten Karlstadter Straße

Das so genannte "Mörderkreuz" steht heute an der Straße zum Weinberg "Redhardt", an der Ecke zum Nordic Walking Weg (Neben der Einzäunung zum Steinbruch Benkert).

Die ehemalige Eußenheimer Oberlehrerin Maria Lang hat mehrere Sagen aufgezeichnet, die in Eußenheim in früheren Jahren erzählt worden sind. Hier ist eine davon.

Mord an der alten Karlstadter Straße.

Geschichtlicher Hintergrund:

Im Flurteil „Steigäcker“, im Volksmund „Daus es Moardrkreuz“ (Draußen am Mörderkreuz) genannt, an der alten Straße nach Karlstadt, steht ein steinernes Kreuz. Innerhalb der langen Beschriftung ist nur noch die Jahreszahl 1660 leserlich. Geschichtliche Tatsache ist, dass die Metzger von Karlstadt auf Eußenheimer Gemarkung ein Hutrecht für Schafe hatten. (Eintrag in der Dorfmeisterrechnung 1654 über widerrechtliches Hüten und Hutordnung im Eußenheimer Rüggerichtsbuch 1732).

Sage:

Zwei Metzgerburschen aus Karlstadt treiben ihre Schafe über die Steigäcker auf Eußenheimer Gemarkung. Es gibt fette und magere Weideplätze. Heute findet der eine gutes Gras für die Tiere, morgen der andere. Natürlich ist jeder der Burschen darauf bedacht, seine Schafe möglichst oft auf gute Weide zu führen. Es entsteht häufig Streit. Bösen Worten folgen schlimme Taten. In einer wüsten Schlägerei stürzt einer der Burschen getroffen zu Boden, um sich nicht mehr zu erheben. Er stirbt an seinen Verletzungen. Das Sühnekreuz, so wird erzählt, ist am Ort dieser ruchlosen Tat errichtet worden und gibt Zeugnis von Schuld und vielleicht auch von reuiger Umkehr.

Diese Seite wurde erstellt von B. Höfling

 

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