Wappen und Motive von Eussenheim

Sagen: Eußenheimer Winzer wollen ihren Wein nicht den Schweden geben.

Die ehemalige Eußenheimer Oberlehrerin Maria Lang hat mehrere Sagen aufgezeichnet, die in Eußenheim in früheren Jahren erzählt worden sind. Hier ist eine davon.

Eußenheimer Winzer wollen ihren Wein nicht den Schweden geben.

Geschichtlicher Hintergrund:

1631 wird Karlstadt von den Schweden eingenommen. Die Bewohner der Stadt und der umliegenden Dörfer stöhnen unter der harten Abgabepflicht des Lebensnotwendigen.

Sage:

Eine Abteilung schwedischer Soldaten und Obristen zieht nach Eußenheim. Aus den Kellern der Bauern wird der Wein für das schwedische Heerlager geholt. Vergebens flehen die Bauern ihnen den letzten Trunk im Faß zu belassen. Es gibt kein Pardon. Die Bauern selber müssen die Weinbutten aufladen und sich auf den Weg nach Karlstadt machen. Einziges Sinnen und Trachten der geschundenen Eußenheimer dabei war: Wie behalten wir das kostbare Naß? Letzte Rettung: Die „Höhle“ hinauf beteuern die Bauern, wir können vor Müdigkeit nicht mehr weiter. Natürlich sind auch die Obristen und Soldaten müde – und durstig. Gierig sprechen sie dem Eußenheimer Wein zu und fallen bald in Rausch und tiefen Schlaf. Darauf warteten die Eußenheimer. Sie nehmen die gut gefüllten Butten auf den Rücken und wenden sich mit eiligem Schritt dem Dorfe zu. Die Schweden aus dem Rausche erwacht, schimpfen und fluchen über die listigen Eußenheimer. Sie unternehmen keinen zweiten Versuch, im Dorf zu Wein zu kommen, aus Angst, noch mal übertölpelt zu werden

Diese Seite wurde erstellt von B. Höfling

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