Wappen und Motive von Eussenheim

Die Orgel

Der Orgelprospekt aus der von Johann Jost Schleich, Lohr am Main, 1692 errichteten Orgel auf der unteren Empore. Auf der oberen Empore ist links und rechts das zweigeteilte Orgelwerk zu erkennen.
Gesamtansicht der rückwärtigen Kirchenseite (Haupteingang). Im unteren Teil spiegelt sich der Hochalter und die beiden Chorfenster in der Glasverkleidung des Windfanges. Vor 1965 war die Auskragung der unteren Empore um mehrere Meter nach vorne gezogen gewesen und durch 2 zusätzliche Säulen abgestützt.
Der Orgeltisch mit den 2 Manualen und dem Pedal.

Die Rechnung der Frühmessstiftung 1659 nennt das Positiv oder Regal, ein frühbarocker Orgeltyp. Aus dem Vermögen der Frühmessstiftung erhält der Schulmeister jährlich 1 Eimer Wein, das Positiv zuschlagen. Die Gemeinde gibt nach Dorfmeisterrechnung 1678       2 Eimer Wein.

Die ganz frühen Kleinorgeln hatten kein Pedal, das mit den Füßen gespielt wird. Die Tasten konnten nicht mit den Fingern gedrückt wenden; ein Hämmerchen schlug sie nach unten. Auch die Gotteshausrechnung 1672 nennt das Positiv:  "••• dem jungen, so die orgelbelch unter dem Gottes dinst uffgehoben". Laut Gotteshausrechnung 1692 stellte Johann Jost Schleich aus Lohr/Main eine neue Orgel in der Pfarrkirche auf. Schleich, geb. 1640, seit 1667 mit Orgelbauten nachweisbar; ist der bedeutendste Meister der unterfränkischen Hochbarockorgel. Die neue Orgel diente, mehrfach umgebaut und erneuert, bis 1959. Zu dieser Barockorgel gehörte das an der unteren Bodenkirche angebrachte Orgelgehäuse, nach Kunstdenkmale von Bayern Mitte das 17. Jahrhunderts mit großem Akanthus.

Unter Pfarrer Josef Dotzel wurde zwischen 1958 und 1965 eine Außen- und Innenrenovation der Kirche durchgeführt. Letztere umfasste auch eine neue Orgel aus der Orgelbauanstalt G. Weiß, Zellingen a. M. Die Orgel, die sich bis dahin auf der ersten Empore in der Kirche befand, wurde jetzt auf der 2. Empore errichtet.

Das jetzige Orgelwerk, eine elektrische Kegellade, der Fa. Weiss, Zellingen, wurde 1965 an der Westwand errichtet. Die Aufstellung der Werke ist zweigeteilt: Das Hauptwerk und Oktavbaß S’ u. Posaune 16’ des Pedals stehen auf der linken Seite der Wand, während das Oberwerk und die restlichen Pedalregister auf der rechten Seite platziert sind. Balg und Motorkasten befanden sich bis vor wenigen Jahren im Dachgeschoß der Kirche und sind jetzt auf der oberen Empore angeordnet. Die Orgel hat 20 Register und insgesamt 1.296 Pfeifen. Diese bestehen zum einen Teil aus Holz und zum anderen Teil aus Blei. Die Orgel hat 2 Manuale (diese werden mit der Hand gespielt) und ein Pedal (mit den Füßen zu spielen).

Die Disposition des Instruments der Fa. Weiss, Zellingen wird folgendermaßen beschrieben:

Die Disposition des Instruments

I. Manual
Hauptwerk C-g’’’

II. Manual
Oberwerk C-g’’’


Pedal C-f’


Prinzipa

8’


Gedackt

8’


Subbaß

l6’

Rohrflöte

8’


Zart-Geige

8’


Zartbaß

l6’

Oktave

4’


Sing. Prinzipal

4’


Oktavbaß

8’

Gemshom

4’


Blockflöte

4’


Choralbaß

4’

Nachthorn

2’


Nasat

2 2/3’


Lieb. Posaune

l6’

Mixtur 4f

1 1/3’


Oktave

2’




Biston-Trompete

8’


Scharf 4f

1’


Trichterregal

8’

Koppeln: II - I,                         I - Ped.,                II - Ped.

HR an; FK; Auslöser; Tutti; Walze an; Pedal 2 an; Tremolo

Einzelabsteller Zungen: Trompete 8’, Regal 8’, Posaune l6’

Der Vorbau der unteren Empore wurde im Zuge des Umbaues der Kirche 1965 zurückgenommen und der so genannte Orgelprospekt aus der von Johann Jost Schleich, Lohr am Main, 1692 errichteten Orgel, nur noch als Zierte auf der unteren Empore belassen.

Zusammengestellt von B. Höfling

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