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Musik an Kirchweih und Fasching

Bei einer Besprechung mit älteren Musikanten am 10. April 1988 wurden die Musikanten nach Traditionen aus dem musikalischen Leben in der Vergangenheit befragt.

Hier ein Auszug aus dem Protokoll:

„Oftring Adolf erzählt: An Kirchweih und Fasching spielten zwei Kapellen. Eine hat beim Holzinger gespielt und eine bei die Weiße. Da war es überall voll wenn an Kirchweih und Fasching gespielt wurde. Bei die Holzinger hat eine Blechmusik gespielt und bei die Weiße eine Streichmusik. Wir haben dann unser Geld zusammengeschmissen, die Strichmusik und die Blechmusik und haben dann redlich geteilt. Wir waren eine Kapelle. Nur damit jeder Wirt eine Kapelle gehabt hat, haben wir uns geteilt.

Damals ist jede Tour nur angespielt worden, dann wurde unterbrochen und das Tanzgeld kassiert. Jede Tour hat einen 10er gekostet. Es konnte aber auch 1,50 RM für den ganzen Abend bezahlt werden. Der Eintritt hat noch 30 Pfennig gekostet. Da haben wir als an Kirchweih 8 RM bis 10 RM verdient an den zwei Kirchweihtagen. Die Musik hat nur Freibier bekommen, wenn der Braumeister gekommen ist. Beim Holzinger war der Siligmüller, da war es gut. Um zwei Uhr (nachmittag) ist die Musik angegangen, um sechs war dann Pause.

Kohnmünch Karl hat auch manchmal bei uns ausgeholfen und hat die Trommel geschlagen, dann war noch dabei der Assmann's Frenz, der hat die kleine Trommel geschlagen. Da hat sich die "Herz Ass" herausgeschält.“

 B. Höfling

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